Aktuelles EG Weilheim

Die Erzeugergemeinschaft  Schlachtvieh Weilheim legt großen Wert darauf, unsere Mitglieder stets auf dem Laufenden zu halten. Aus diesem Grund finden Sie hier regelmäßig neue Beiträge rund um das Thema Rindervermarktung Oberbayern und Allgäu.

Transportfähigkeit

Die Beurteilung, ob ein Tier transportiert werden darf verlangt oft großes Fingerspitzengefühl. Ganz klar ist: 
Tiere im letzten Trächtigkeitsmonat oder Tiere, die innerhalb der letzten Woche abgekalbt haben, dürfen nicht lebendig transportiert werden, (im Zweifelsfall muss der Tierhalter Auskunft geben)
Tiere, welche nicht selbstständig aufstehen, oder eines der Gliedmaßen nicht belasten können, sind nicht transportfähig. In diesen Fällen entscheidet der Hoftierarzt, ob das Tier mit „Anlage 8“ – getötet und ausgeblutet zum Schlachthof  transportiert werden darf.

Nähere Informationen, transportfähig oder nicht gibt es unter folgenden Internetadressen:
Transportrichtlinien der Raiffeisen.de 
Merkmale zur Bestimmung "Transportfähigkeit ausgewachsener Rinder" der VION 

Färsenmastprogramm

Unsere Lieferanten haben die Möglichkeit, über die EG-Weilheim Färsen zu einem sehr guten Preis an den Schlachthof Kempten (Tönnies) zu liefern.
Preis:

  • Bis zu 30 Cent über der bayrischen Notierung!

Voraussetzung:

  • GVO-freie Fütterung
  • Laufstallhaltung, mind. 3 m²/Tier
  • Haltung auf Stroh (organische Einstreu)
  • Sägemehl eingestreute Liegeboxen
  • Zertifizierung: QS/ GQ/ VLOG
  • Klassifizierung R 2/3 U 2,3,
  • max. 30 Monate, max. 370 kg
Fleisch ohne Gentechnik

Einige unserer Abnehmer legen Wert auf Schlachttiere, welche ohne Gentechnik (OGT) erzeugt/ aufgezogen/ gehalten wurden, und sind auch bereit, einen Zuschlag dafür zu leisten. 
Für Milchviehbetriebe, die für „ihre“ Molkerei den Betrieb bereits auf „OGT“ umgestellt haben, ist der Aufwand, um davon zu profitieren verhältnismäßig gering. Sie müssen nur das Formular „Datenüberlassungserklärung VLOG-Milch für VLOG-Fleisch“ ausfüllen und dann an die 
LQB GmbH, Am Branden 6c,  85256 Vierkirchen oder die EG-Weilheim senden! 
Die LQB ist dann der Bündler. 
Das Formular dazu finden Sie unter „Download“.


Beachten Sie bitte die Umstellungszeit: 
Die Tiere müssen mindestens 1 Jahr, bzw. ¾ ihres Lebens mit nicht gentechnisch veränderten Futter versorgt worden sein!!!  

Wenn ein Betrieb „QM“ allein als Zertifizierungsgrundlage hat, gilt diese nur für Milchkühe! Somit können Färsen nicht VLOG-zertifiziert vermarktet werden. Darin sind sich momentan alle Abnehmer einig. 
(Beim nächsten Audit -- QS, eventuell GQ mit einbeziehen!)

Für weitere Fragen rufen Sie bitte bei EG-Weilheim an:  0881 4611
 

Schlachtdaten abrufen

Alle Lieferanten der EG-Weilheim können Ihre Schlachtdaten am Abend, bzw. am nächsten Tag auf www.qualifood.de abrufen.
Dazu ist allerdings ein Antrag auf Nutzungszugang notwendig. Das Formular dafür ist auf der Startseite von Qualifood abzurufen.

Wenn Sie dem Fleischprüfring die Meldevollmacht erteilen, wird für alle Tiere, welche auf den Schlachthöfen klassifiziert werden, für Sie die Abgangsmeldung auf der Hit-Datenbank vorgenommen. 
Bitte trotzdem kontrollieren – verantwortlich ist immer der Betriebsinhaber!

Salmonellen

Betriebe, welche vom Veterinäramt benachrichtigt wurden, dass sie eventuell  mit Salmonellen kontaminiertes Futter erhalten und verfüttert haben, können Schlachttiere nur eingeschränkt vermarkten!
Meist wird eine Bestätigung des Hoftierarztes verlangt, dass keine Symptome einer klinischen Salmonellose vorliegen. (Extra Formular!)
Bei manchen Schlachthöfen werden Tiere aus diesen Betrieben nur an bestimmten Tagen geschlachtet. Es ist auch eine extra Anmeldung notwendig.
Da sich bei dieser Thematik immer was ändern kann, am besten bei der EG-Weilheim, Tel.: 0881 4611 nachfragen!

Schlachten trächtiger Tiere

Die Schlachtung trächtiger Rinder im letzten Trächtigkeitsdrittel ist seit dem 30. Juni 2017 bis auf wenige Ausnahmen verboten.
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die meisten Schlachtungen tragender Rinder aus Unwissenheit über die Trächtigkeit erfolgte.
Eine Sanktion von Verstößen gegen das Abgabeverbot hochträchtiger Tiere erfolgt nur dann, wenn zumindest fahrlässiges Handeln und somit eine objektive Verletzung der Sorgfaltspflicht vorliegt.
Das heißt, wenn ein Tierhalter mit der erforderlichen Sorgfalt gehandelt hat, kann er auch nicht belangt werden. Die Beauftragung eines Tierarztes mit einer Trächtigkeitsuntersuchung durch den Tierhalter dürfte in der Regel der Sorgfaltspflicht Genüge tun.
Es dürfte in Zukunft sinnvoll sein, die Ergebnisse der Trächtigkeitsuntersuchungen zeitnah zu dokumentieren, um Rechtssicherheit zu erhalten.

§ 4 Trächtige Tiere
Es ist verboten, ein Säugetier, ausgenommen Schafe und Ziegen, das sich im letzten Drittel der Trächtigkeit befindet, zum Zweck der Schlachtung abzugeben. Das Verbot gilt nicht, wenn die Tötung eines solchen Tieres
1. nach tierseuchenrechtlichen Bestimmungen vorgeschrieben oder angeordnet worden ist oder
2. im Einzelfall nach tierärztlicher Indikation geboten ist und überwiegende Gründe des Tierschutzes einer Abgabe zur Schlachtung nicht entgegenstehen.
Im Falle des Satzes 2 Nummer 2 hat der Tierarzt dem Tierhalter unverzüglich eine Bescheinigung auszuhändigen, aus der sich dessen Voraussetzungen einschließlich der von ihm festgestellten Indikation ergeben. Die Bescheinigung ist vom Tierhalter mindestens drei Jahre aufzubewahren.